Klang-Tuning
: CD-PLAYER DENON DCD-2700 IMHOF
Modifizierung...
...Ist eine der Möglichkeiten, mehr Klang aus seinem Player herauszuholen.
Als Beispiel für einen durchaus lohnenswerten Eingriff pickte
sich AUDIO den Serien-Player DCD-2700 von Denon heraus, untersuchte
ihn auf Herz und Nieren und stellte ihm zwei getunte Versionen gegenüber.
Erfreulicherweise hat Denon kürzlich den Preis für den Player
von 2500 auf 1650 Mark gesenkt, was ihn als Basis für eine Modifizierung
natürlich noch attraktiver macht. Schon von Haus aus ist der
DCD-2700 mit anerkannt guten Wandler-Chips aus dem Hause Burr Brown
(PCM 1702) bestückt, doch bereits hier erhebt Michael Imhof vom
Aschaffenburger HiFi-Studio Hör-An Einspruch: Für "seinen
Denon ( Umbaukosten: 880 Mark ) muß es schon der höchstselektierte
Typ P/K mit einem höheren Fremdspannungsabstand sein. Den reinen
Wandler-Part läßt Fuchs von SAC unverändert, doch
bei der analogen Ausgangsstufe herrscht traute Einigkeit. Die von
Denon im Ur-2700 verbauten Operationsverstärker klangen beiden
Tunern zu hart, weshalb Imhof auf hochwertige Op-Amps von Burr Brown,
Fuchs dagegen auf Präzisions-Bausteine von Liner-Technology zurückgriff.
Im Netzteil weist der SACsche DCD-2700 ( Umbau: 500 Mark ) zudem einer
höhere Siebkapazität von 4700 gegenüber 220mF auf.
In einer zweiten, 900 Mark teuren Ausbaustufe verpaßte Imhof
den Denon gar ein zusätzliches separates Netzteil. Kapazitiv
würden dessen 30.000 mF auch einem Verstärker gut zu Gesicht
stehen; hier sorgt es für die getrennte Spannungsversorgung von
Digital- und Analog-Audio-Part, während der interne Kollege die
Bedienelemente und deren Steuerung sowie das Laufwerk am Leben erhält.
Eine handfeste Sensation gab`s dann im Hörraum. Spielte der Serien-Denon
durchweg eine Spur zu glatt und leblos, gefiel der 2700er von SAC
durch bedeutend mehr Leben und Wärme im Mittelbereich. Klarer
Fall; 500 Mark für das Fuchs-Tuning gehen in Ordnung. Das Basis-Tuning
von Meister Imhof zeichnete besser durch als das Original, der Hammer
aber war die Ausbaustufe mit externem Netzteil: Der komplett 3250
Mark teure Imhof DCD-2700 besticht mit aberwitziger Detailtreue und
einer umwerfend räumlichen Abbildung. Gegen-Check mit teilweise
deutlich teureren Playern ließen kein anderes Urteil zu:
Der
Imhof-Denon gehört in die Referenzklasse.
So
sehr sich die Anhänger der schwarzen Scheibe unter den audiophilen
Musikliebhabern auch dagegen wehren: Die CD ist heutzutage der Tonträger
Nummer eins, und deshalb soll der digitalen Hardware in diesem Tuning-Extra
auch besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wo aber sind nun die
Ansatzpunkte für besseren Klang von der Compact Disc? Grundsätzlich
besteht ein CD-Player aus dem Laufwerk (Transport), der Digital-Abteilung
mit ihren Filter und Wandlerbausteinen und schließlich der analogen
Ausgangsstufe. Alle drei Bereiche entscheiden dabei auf ihre Weise
über das Klangpotential eines CD-Players. Ein mechanisch aufwendiges
CD-Laufwerk stellt zum Beispiel sicher, daß Spurnachführung
und Fokussierung der Laser-Optik auch nach Jahren noch tadellos funktionieren.
Und auf ein präzise arbeitendes Laufwerk ist wiederum auch die
Fehlerkorrektur angewiesen, da letztere sonst rasch am Ende ihrer
Rechenkunst wäre. Die Folge: hörbare Aussetzer. Komplizierter
gestaltet sich die Sache im digitalen Bereich. Dabei entscheidet weniger
das Prinzip des Digitalen-Analog-Wandlers (1 Bit oder Multibit) über
Klang, sondern die Qualität der Filter-und Wandler-Chips. Je
höher die sogenannte Selektionsstufe, desto enger wird die Chip-Qualität
toleriert*, was die Vielfüßler natürlich enorm verteuert.
Eine Reihe von Firmen, darunter auch die der beiden getesteten Tuning-Denon,
hat sich daher auf das Modifizieren von Serien-Playern mit Hilfe hochselektierter
Wandler-Chips (und qualitativ besserer Operationsverstärker)
spezialisiert.
* Anmerkung von Hör-An: Die Chip-Qualität wird auf einen
einzigen Wert hin optimiert und geprüft. Dieser Wert ist "Total
Harmonic Distortion" (Klirrfaktor). Bei der ersten Selektion
wird z.B. bei BURR BROWN nur der Wert für den Klirrfaktor bei
Vollaussteuerung angegeben. Die drastisch schlechteren Werte bei einem
leisen Signal, die allen Wandlern zu eigen sind, werden erst bei der
zweiten und höchsten Selektionsstufe angegeben. Wichtig sind
für ein erfolgreiches Klang-Tuning aber gerade die Klirrfaktorwerte
bei leisen Musiksignalen.
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