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Testbericht aus der Audio Extra 1/95

Klang-Tuning : CD-PLAYER DENON DCD-2700 IMHOF

Modifizierung...

...Ist eine der Möglichkeiten, mehr Klang aus seinem Player herauszuholen. Als Beispiel für einen durchaus lohnenswerten Eingriff pickte sich AUDIO den Serien-Player DCD-2700 von Denon heraus, untersuchte ihn auf Herz und Nieren und stellte ihm zwei getunte Versionen gegenüber. Erfreulicherweise hat Denon kürzlich den Preis für den Player von 2500 auf 1650 Mark gesenkt, was ihn als Basis für eine Modifizierung natürlich noch attraktiver macht. Schon von Haus aus ist der DCD-2700 mit anerkannt guten Wandler-Chips aus dem Hause Burr Brown (PCM 1702) bestückt, doch bereits hier erhebt Michael Imhof vom Aschaffenburger HiFi-Studio Hör-An Einspruch: Für "seinen Denon ( Umbaukosten: 880 Mark ) muß es schon der höchstselektierte Typ P/K mit einem höheren Fremdspannungsabstand sein. Den reinen Wandler-Part läßt Fuchs von SAC unverändert, doch bei der analogen Ausgangsstufe herrscht traute Einigkeit. Die von Denon im Ur-2700 verbauten Operationsverstärker klangen beiden Tunern zu hart, weshalb Imhof auf hochwertige Op-Amps von Burr Brown, Fuchs dagegen auf Präzisions-Bausteine von Liner-Technology zurückgriff. Im Netzteil weist der SACsche DCD-2700 ( Umbau: 500 Mark ) zudem einer höhere Siebkapazität von 4700 gegenüber 220mF auf. In einer zweiten, 900 Mark teuren Ausbaustufe verpaßte Imhof den Denon gar ein zusätzliches separates Netzteil. Kapazitiv würden dessen 30.000 mF auch einem Verstärker gut zu Gesicht stehen; hier sorgt es für die getrennte Spannungsversorgung von Digital- und Analog-Audio-Part, während der interne Kollege die Bedienelemente und deren Steuerung sowie das Laufwerk am Leben erhält. Eine handfeste Sensation gab`s dann im Hörraum. Spielte der Serien-Denon durchweg eine Spur zu glatt und leblos, gefiel der 2700er von SAC durch bedeutend mehr Leben und Wärme im Mittelbereich. Klarer Fall; 500 Mark für das Fuchs-Tuning gehen in Ordnung. Das Basis-Tuning von Meister Imhof zeichnete besser durch als das Original, der Hammer aber war die Ausbaustufe mit externem Netzteil: Der komplett 3250 Mark teure Imhof DCD-2700 besticht mit aberwitziger Detailtreue und einer umwerfend räumlichen Abbildung. Gegen-Check mit teilweise deutlich teureren Playern ließen kein anderes Urteil zu:

Der Imhof-Denon gehört in die Referenzklasse.

So sehr sich die Anhänger der schwarzen Scheibe unter den audiophilen Musikliebhabern auch dagegen wehren: Die CD ist heutzutage der Tonträger Nummer eins, und deshalb soll der digitalen Hardware in diesem Tuning-Extra auch besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Wo aber sind nun die Ansatzpunkte für besseren Klang von der Compact Disc? Grundsätzlich besteht ein CD-Player aus dem Laufwerk (Transport), der Digital-Abteilung mit ihren Filter und Wandlerbausteinen und schließlich der analogen Ausgangsstufe. Alle drei Bereiche entscheiden dabei auf ihre Weise über das Klangpotential eines CD-Players. Ein mechanisch aufwendiges CD-Laufwerk stellt zum Beispiel sicher, daß Spurnachführung und Fokussierung der Laser-Optik auch nach Jahren noch tadellos funktionieren. Und auf ein präzise arbeitendes Laufwerk ist wiederum auch die Fehlerkorrektur angewiesen, da letztere sonst rasch am Ende ihrer Rechenkunst wäre. Die Folge: hörbare Aussetzer. Komplizierter gestaltet sich die Sache im digitalen Bereich. Dabei entscheidet weniger das Prinzip des Digitalen-Analog-Wandlers (1 Bit oder Multibit) über Klang, sondern die Qualität der Filter-und Wandler-Chips. Je höher die sogenannte Selektionsstufe, desto enger wird die Chip-Qualität toleriert*, was die Vielfüßler natürlich enorm verteuert. Eine Reihe von Firmen, darunter auch die der beiden getesteten Tuning-Denon, hat sich daher auf das Modifizieren von Serien-Playern mit Hilfe hochselektierter Wandler-Chips (und qualitativ besserer Operationsverstärker) spezialisiert.

* Anmerkung von Hör-An: Die Chip-Qualität wird auf einen einzigen Wert hin optimiert und geprüft. Dieser Wert ist "Total Harmonic Distortion" (Klirrfaktor). Bei der ersten Selektion wird z.B. bei BURR BROWN nur der Wert für den Klirrfaktor bei Vollaussteuerung angegeben. Die drastisch schlechteren Werte bei einem leisen Signal, die allen Wandlern zu eigen sind, werden erst bei der zweiten und höchsten Selektionsstufe angegeben. Wichtig sind für ein erfolgreiches Klang-Tuning aber gerade die Klirrfaktorwerte bei leisen Musiksignalen.


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