Accuphase Endverstärker A-70 

Schon seit ca. April 2014 wusste ich, dass ein Nachfolger für die Accuphase Class-A Endverstärker A-65 kommen wird. Nun hatte ich, das muss ich zugeben, einige Probleme damit, dass da eine neuer Endverstärker kommen würde. Da können Sie zu Recht fragen, warum hat ein Händler Probleme damit wenn ein neues Gerät angekündigt wird? Ganz einfach: Der A-65 ist mein absoluter Lieblingsverstärker und ich persönlich habe in den letzten Jahren ausschliesslich mit diesem Endverstärker gehört, wenn ich Musik wirklich geniessen wollte. Da war meine Angst gross, dass mir der Neue vielleicht nicht gefallen könnte und ich konnte mir beileibe nicht vorstellen, was man an einer A-65 noch besser machen könnte. Anders vielleicht, dachte ich, aber besser wohl eher nicht.

In all den Jahren die ich mich mit High-End befasse, sind die Class A Verstärker die Geräte, die meinen Klangvorstellung uneingeschränkt am nächsten kommen. Auch bei unseren Kunden schwierig anzutreibende, weil relativ leistungshungrige Lautsprecher, hat der Accuphase A-65 mit Charme und mühelos in den Griff bekommen.

Heute ist Mittwoch. Seit Freitag letzter Woche steht der neue  Accuphase Endverstärker A-70 bei uns im Studio, hat Tag und Nacht ohne Unterlass gespielt und somit jetzt gute 100 Betriebsstunden auf dem Buckel. Betriebswarm ist der Verstärker jetzt sicher und damit ist der Boden für die erste Hörsession bereitet. Uneingeschränkt und deutlich ein klares Ja zum Klang des neuen Accuphase Endverstärker A-70. Den Entwicklern von Accuphase ist der Spagat zwischen noch mehr Auflösung, noch feinerer Durchzeichnung, noch mehr direkt anspringender Dynamik, aber Accuphase sei Dank, ohne jeden Verlust an Charme und Spielfreude gelungen. Der Accuphase A-70 Endverstärker lässt die Töne genauso schön und lang im Raum ausschwingen, trennt dabei jeden einzelnen Ton vollkommen sauber vom Nachbarinstrument, und hat dabei keinerlei Härte oder Verzerrungen. Auch wenn ich es nicht geglaubt habe, der A-70 legt in allen Kriterien klanglich noch einiges drauf. Ich bin vollkommen fasziniert und freue mich auf jeden Tag in den nächsten Jahren in denen ich diesen Verstärker hier hören darf.

Accuphase drückt meine klanglichen Schwelgereien natürlich in reinen Fakten aus: Ultra-Low Noise (lowest noise in 41 years Accuphase history). Man kann es auch ausdrücken wie mein Kunde erster Stunde: „Es ist das erste Mal, dass ich keinerlei Rauschen aus den Hochtönern meiner wirkungsgradstarken Lautsprecher höre“. Accuphase Original-Ton: Super High-Damping Factor very low output imedance  MOS-FET 10 parallel push-pull output stage, was meint, dass genau 20 Transistoren je Kanal, also mithin 40 Mos-Fets im Accuphase Endverstärker A-70 ihren Dienst tun. Viele Kunden haben Angst vor der Wärme die solch ein Verstärker entwickelt. JA – GEIL – ich liebe heisse Verstärker. Lieber im Sommer etwas schwitzen als keinen Class-A Verstärker zum Musik hören. Sorry wenn ich es so deutlich sage: Wer noch nicht verstanden hat wo die klanglichen Unterschiede zwischen einer sehr guten Röhre, einem Class A/B Verstärker und einem sehr guten Class-A Verstärker sind? Ich will es nett ausdrücken, der tut mir leid, aber er kann es ja vielleicht noch erfahren, wenn er sich darauf einlässt. Aber Vorsicht: Sind Sie einmal der Magie der besten Class-A Verstärker erlegen, führt kein Weg zurück.

Aber nun zu den Fakten:

Hier sei zuerst der Ausflug in die Leistungsdaten des Accuphase Endverstärker A-70 erlaubt. Accuphase gibt die Endverstärker mit 2x60 Watt Class A an. Das ist der Wert der von unseren Kunden am häufigsten wahrgenommen wird, weil Accuphase die reine Class-A Leistung in den Vordergrund stellt. Die A/B Musikleistung des A-65 ist jedoch 480 Watt bei 1 Ohm und die Nennleistung an der gleichen Last ist 240 Watt je Kanal. In der Demo habe ich am schwierigsten Lautsprecher in unserem Sortiment, bei extremen Bassimpulsen, auf der Anzeige 290W stehen gehabt, was dem tatsächlich gemessenen Wert entspricht. Der Accuphase Endverstärker A-70 ist ein perfektes Messgerät für die abgegebene Leistung, weil er die Lautsprecher in die Messung einbezieht. Es ist also nicht nur ein Schätzwert der angezeigt wird, sondern die gemessene Leistung entspricht der Realität. Ein Tester einer bekannten HiFi-Zeitschrift hat dazu einmal geäussert, dass man an der Anzeige des A-65 seine Messgeräte eichen könne. Der Accuphase A-70 hat sich dahin gehend nicht geändert.

Aber mal ehrlich: In 99,5% der Zeit die man Musik hört wird der Accuphase Endverstärker A-70 im reinen Class-A Betrieb spielen es sei denn man hat einen der Lautsprecher aus grauer Vorzeit. Ich denke dabei an so manche Infinity und auch an so einige reine Bändchenkonstruktionen die den alten HiFi-Hasen noch bekannt sein dürften. In unserem Sortiment finden Sie solche Fehlkonstruktionen auf jeden Fall nicht und diese sind extrem selten geworden, wenn auch leider noch am Markt vorhanden.

Der Accuphase Endverstärker A-70 macht seine  Kraft mit einer Musikalität locker die von keinem mir bekannten Verstärker übertroffen wird, ausser von 2 Stück (oder 4 Stück) der A-70 im Bi-Amp oder Monobrückenbetrieb, wobei ich zum Bi-Amp Betrieb tendiere. Genau da liegt die Stärke des A-70, in der Art wie er mit den angeschlossenen Lautsprechern und der Musik umgeht. Da gibt es keine Härte, da gibt es nur musikalischen Fluss und eine räumliche Darstellung die sich bis in die Ecken des Aufnahmeraumes erstreckt wenn die Aufnahme es hergibt. Trotz aller Kontrolle lässt die A-70 die Musik fliessen und Töne ausschwingen bis diese sanft im Raum verklingen. Nicht nur in dieser Disziplin macht dem Accuphase Endverstärker A-70 kein anderer Endverstärker etwas vor.




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